Direkt zum Seiteninhalt

Sammlung Schreibmaschinen – Schreiben im Wandel - Technikmuseum Kössen

Menü überspringen
Menü überspringen
logo
Leeres Bild
Historische Schreibmaschine auf einem alten Schreibtisch im Museum
Schreibmaschinen
Die Sammlung des Technikmuseums Kössen erzählt die Geschichte der Schreibmaschine – von frühen mechanischen Modellen bis zu elektrischen Systemen, die Büros revolutionierten.
Einführung in die Sammlung Schreibmaschinen
Die Schreibmaschine steht wie kaum ein anderes Gerät für den Übergang von der Handschrift zur maschinellen Schrift. Zwischen dem späten 19. Jahrhundert und den 1980er-Jahren prägte sie Büro, Verwaltung, Kanzleien und private Korrespondenz.

Die Sammlung Schreibmaschinen im Technikmuseum Kössen umfasst frühe Standardmaschinen, kompakte Reise- und Koffermodelle, robuste Büromaschinen sowie elektrische Schreibmaschinen der Nachkriegszeit. Sie zeigt Entwicklungslinien von der aufwendigen, oft lauten Mechanik über ergonomischere Tastaturen bis zu elektrischen Antrieben und Spezialmaschinen, etwa für Durchschlagarbeit oder Formularsätze.

In der Ausstellung werden die Geräte nicht nur als Technikobjekte, sondern als Medien der Schriftkultur verstanden: Sie veränderten Schreibtempo, Lesbarkeit, Arbeitsorganisation und nicht zuletzt Berufsbilder – vom Stenotypisten über die Schreibkraft bis zur Büroleiterin.

Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Highlights, eine Zeitleiste zentraler Innovationen und vertiefende Objektgeschichten, die einzelne Stücke aus der Sammlung näher beleuchten.
JahrTechnischer SchrittBedeutung für den Schreiballtag
ca. 1870–1890Frühe Schreibmaschinen mit verdeckter SchriftErste brauchbare Geräte, aber noch langsam, laut und fehleranfällig.
um 1900Sichtbare Schrift und genormte TastaturenEffizienteres Arbeiten, bessere Korrekturmöglichkeiten, Professionalisierung des Schreibens.
1910–1930Standard- und ReiseschreibmaschinenSchreibarbeit wandert vom Kanzleischreibtisch in Züge, Hotels und heimische Arbeitszimmer.
1950er-JahreErgonomisch verbesserte BüromaschinenLängere Schreibzeiten werden möglich, Schreibarbeit wird zum Massenberuf.
1960–1970er-JahreElektrische SchreibmaschinenHöhere Schreibgeschwindigkeit, weniger Kraftaufwand, neue Layoutmöglichkeiten.
ab 1970er-JahreKugelkopf- und KorrektursystemeSchnelles Umschalten von Schriften, vereinfachte Fehlerkorrektur, Vorgriff auf Textverarbeitung.
1980er-JahreElektronische Schreibmaschinen und frühe PCsÜbergang zur digitalen Textverarbeitung; die Schreibmaschine verschwindet schrittweise aus dem Büroalltag.

Alpina SK24

Kategorie Schreibmaschinen Datum 17/08/26 Lesezeit 1 Minuten
Die Alpina SK24 ist eine deutsche mechanische Kofferschreibmaschine aus den 1950er- und frühen 1960er-Jahren. Sie ist kompakt gebaut, besitzt einen integrierten Tabulator und wurde für ihre robuste Mechanik und angenehme Bedienung geschätzt.

Diplomat 4

Kategorie Schreibmaschinen Datum 17/08/26 Lesezeit 1 Minuten
Die Diplomat 4 ist eine kompakte mechanische Schreibmaschine aus den späten 1930er-Jahren. Sie wurde von den Olympia Büromaschinenwerken in Erfurt hergestellt und war durch ihre handliche Bauweise besonders für den mobilen Einsatz geeignet.

Naumann Erica Modell S

Kategorie Schreibmaschinen Datum 17/08/26 Lesezeit 1 Minuten
Die Erika Modell S ist eine kompakte Reiseschreibmaschine aus Dresden, die ab Mitte der 1930er-Jahre hergestellt wurde. Sie war einfacher ausgestattet als die größeren Erika-Modelle und durch ihre kompakte Bauweise besonders gut für unterwegs geeignet.

Olympia Monica

Kategorie Schreibmaschinen Datum 17/08/26 Lesezeit 1 Minuten
Die Olympia Monica ist eine kompakte mechanische Schreibmaschine, die für den täglichen Einsatz im Büro und zu Hause entwickelt wurde. Sie ist einfach aufgebaut und lässt sich durch ihre kompakte Größe auch gut transportieren

Ruf Hermes 3

Kategorie Schreibmaschinen Datum 17/08/26 Lesezeit 1 Minuten
Die Ruf ist eine mechanische Schreib- und Buchungsmaschine, die vor allem für den Einsatz im Büro entwickelt wurde. Sie verbindet die klassische Schreibmaschine mit speziellen Funktionen für die Buchhaltung und das Ausfüllen von Formularen.
Die Schreibmaschine war immer mehr als nur ein technisches Gerät: Sie strukturierte Arbeitsabläufe, definierte neue Berufe und veränderte, wie Texte entstehen. Mit ihr wurden Briefe, Verträge, Protokolle und Serienbriefe schneller und standardisierter – ganze Archive basieren auf maschinenschriftlichen Dokumenten.

In den Büros der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts arbeiteten Schreibkräfte oft Hand in Hand mit Rechenmaschinen, Diktiergeräten und Registratursystemen. Die Sammlung Büro- & Rechentechnik im Technikmuseum Kössen zeigt diese Verflechtungen anschaulich.

Mit der Einführung elektrischer Schreibmaschinen und später von Computern und Textverarbeitung verschob sich die Grenze zwischen manueller und digitaler Arbeit. Heute wirken Schreibmaschinen wie analoge Inseln in einer digitalen Welt – zugleich sind sie wichtige Zeugen dafür, wie sehr Technik unsere Schreibgewohnheiten prägt.

Zur Sammlung Büro- & Rechentechnik · Zur Sammlung Computer & EDV
Historischer Büroarbeitsplatz mit Schreibmaschine und Aktenordnern
Ein Teil der Schreibmaschinen im Technikmuseum Kössen kann im Rahmen eines Besuchs selbst ausprobiert werden – vom kräftigen Anschlag der frühen Standardmaschine bis zum leisen Surren elektrischer Modelle. Vor Ort ergänzen weitere Stücke, Beschriftungen und kurze Audiostationen diese Online-Sammlung.

Für vertiefende Lektüre zu einzelnen Geräten und zur Geschichte des Schreibens verweisen wir auf unsere Objektgeschichten im Blog.

Weiterführende Seiten:
Zurück zum Seiteninhalt